WUNDERBAR PRESSE


Die Presse über das Herner Jazz Festival
Die Presse über Bergmann & Bartkowski
Die Presse über Sven Bergmann Quartett
Die Presse über Mark Brenken Trio
Die Presse über Haryo Sedhono Group
Die Presse über Tropical Turn
Die Presse über TOSHA
Die Presse über Teletunes

Die Presse über Wunderbar-Records

Silvia Droste ist zurück in ihrem Revier

Herne - Ihre Karriere begann in den 70er Jahren mit den legendären New Haranni Poison Mixers. Am Samstag, 15. Juni, gastiert sie in den Flottmann-Hallen. Im Interview spricht Silvia Droste über ihren Start und aktuelle Entwicklungen.

Silvia Droste ist eine der bekanntesten deutschen Jazz-Sängerinnen. Nach langer Zeit gibt die gebürtige Hernerin wieder ein Konzert in ihrer Heimatstadt. Am heutigen Samstag steht sie gemeinsam mit Chris Hopkins auf der Bühne der Flottmann-Hallen. Über ihre Leidenschaft für Swing, Blues und das Ruhrgebiet sprach sie mit WAZ-Redakteurin Maren Winterfeld.

Frau Droste, wie sind Sie zum Jazz gekommen?
Droste: Das war eigentlich purer Zufall. Am Haranni-Gymnasium habe ich im Chor mitgemacht. Durch meine durchsetzungsfähige Stimme bin ich da offensichtlich aufgefallen… (lacht) . Ein Lehrer entdeckte damals mein Talent und förderte mich, dann ging es mit den New Haranni Poison Mixers los, einer Band, die aus Schülern und Lehrern bestand.

Mit dieser Band waren sie sehr erfolgreich.
Ja. Wir haben damals viele Auftritte gehabt, auch in Funk und Fernsehen, u. a. 1977 in Alfred Bioleks „Kölner Treff“ und im WDR-Mittagsmagazin.

Was ist aus den anderen Bandmitgliedern geworden?
Ich bin meines Wissens die einzige, die das Hobby zum Beruf gemacht hat.

Obwohl Sie schon früh sehr erfolgreich waren, haben Sie erstmal auf Sicherheit gesetzt und ein Anglistik- und Romanistikstudium in Bochum angefangen. Fehlte Ihnen anfangs der Mut, sich ganz auf die Musik zu konzentrieren?
Es war nicht von Anfang an klar, ob ich von meiner Musik leben kann. Doch mein Studium habe ich auch schon durch Auftritte finanziert. Durch die Unterstützung von zum Beispiel Peter Herbolzheimer und Bill Ramsey bekam ich die Chance, den ZDF-Jazzclub zu moderieren, und nach und nach kamen immer mehr Angebote. Nach dem ersten Staatsexamen habe ich das Studium aufgeben und Musik gemacht.

Sie waren in letzter Zeit eher selten im Revier zu hören. Wo waren Sie unterwegs?
Im vergangenen Jahr war ich unter anderem Gastsolistin bei der WDR Big Band und beim „SibJazzFest“ in Nowosibirsk. Das war toll, aber ich freue mich, wieder in meiner Heimat zu singen. Herne ist schließlich mein Lebensmittelpunkt.

Trotzdem ist Herne nicht Ihr musikalischer Mittelpunkt. Wie bewerten Sie die Jazz-Szene in unserer Stadt?
Grundsätzlich hat Herne natürlich nicht eine so große Jazz-Szene wie die europäischen Metropolen. Ich sehe aber, dass viele Leute hier sehr engagierte Kulturprojekte veranstalten und die kleine Musikszene am Leben halten. Kulturell wird hier echt so einiges geboten!

Das Jazz-Publikum gilt als speziell und oft auch als intellektuell. Ist es schwierig, mit Jazz-Musik viele Leute zu begeistern?
Es kommt ganz darauf an. Es gibt sehr eingängige Musikstile, aber eben auch experimentellen Jazz. Auch der hat seine Fans.

Worauf dürfen sich die Besucher Ihres Konzerts in Herne am Samstag freuen?
Mit Chris Hopkins und dem Swing Trio erwartet die Zuschauer eine eher kammermusikalische Besetzung mit Gitarre, Kontrabass und Flügel - à la Nat King Cole. Stilistisch machen wir eine Reise durch das All American Songbook, mit frisch bearbeiteten Standards von Duke Ellington, Harold Arlen und George Gershwin.

Maren Winterfeld
Quelle: derwesten.de

Jazz-Größen Droste und Hopkins geben Konzert in Herne

Herne - Herne. Am Samstag, 15. Juni, kommen der renommierte Jazzmusiker und die "First Lady" des Jazz in die Flottmann-Hallen

Er ist Gewinner der Deutschen Schallplattenkritik und einer der besten Jazzmusiker Deutschlands. Sie gilt als First Lady des deutschen Jazzgesangs. Nun treten Chris Hopkins und die Hernerin Silvia Droste gemeinsam auf. Die Reihe "Jazz in Herne" präsentiert das exklusive Konzert der beiden Jazzgrößen am Samstag, 15. Juni, um 19.30 Uhr in den Flottmann-Hallen.

Chris Hopkins, der in Princeton/New Jersey geborene Wahl-Bochumer, zählt mit seinem swingenden Stil längst zu den renommierten Musikern der internationalen Jazz-Szene. Auch als Leiter seiner Ensembles "Echoes of Swing" bekannt, räumt er zuletzt zahlreiche Auszeichnungen ab. Unzählige Tourneen und Festivals an der Seite von Größen wie Clark Terry, Harry "Sweets" Edison, Bucky Pizzarelli, Scott Hamilton oder Butch Miles führten ihn durch ganz Europa, in die USA, nach Japan, Australien und Neuseeland. Für dieses außergewöhnliche Konzert bringt er ein Jazz-Trio mit und präsentiert keine geringere als Silvia Droste. In Herne beheimatet, gilt sie als eine der besten europäischen Jazz-Sängerinnen. Technik und Lebendigkeit, Kontrolle und Ausdruckskraft, Punktgenauigkeit und Swing - Silvia Droste beherrscht ihr Instrument, heißt es in der Ankündigung. Zusammen mit den Ausnahmemusikern Bruno Müller und Ingo Senst spielen sie sich lustvoll durch das "Great American Songbook" von Duke Ellington bis George Gershwin.

Quelle: derwesten.de

Ein Heimspiel für Silvia Droste

Herne - Sie gilt als die „deutsche First Lady des Jazzgesangs”. Und sie stammt aus Herne: Silvia Droste begeistert seit 30 Jahren Jazz-Fans mit „Swing in der Stimme”. Am Samstag (13.) gibt sie um 19 Uhr ein Heimspiel in den Flottmann-Hallen.

Ihre Karriere beginnt Silvia Droste, Jahrgang 1960, als 14-Jährige in der Schulband des Haranni-Gymnasiums. Sie singt und spielt Saxophon im Dixieland-Stil. Mit 17 folgen erste Plattenaufnahmen. 1983 gewinnt sie den 1. Preis im Gesang beim Landeswettbewerb „Jugend jazzt” und wird Mitglied im Landesjugend-Jazzorchester NRW.

Die Hernerin studiert englische und französische Sprache an der Ruhr-Uni Bochum, entscheidet sich nach dem Staatsexamen aber für die Musik. In den 80er Jahren gründet sie das Erfolgs-Quartett „Voicings”, geht auf Tournee und erhält etliche Auszeichnungen. Ende der 80er moderiert sie den „ZDF-Jazzclub”. Danach treibt sie ihre musikalische Weiterentwicklung voran.

„Ich improvisiere lieber mit Text als ohne, damit ich den Bezug zur Melodie und zur Aussage des Stückes nicht verliere”, beschreibt Silvia Droste eine ihrer Spezialitäten. In den Flottmann-Hallen tritt sie mit dem Kölner Martin-Sasse-Trio auf. Präsentiert werden Stücke aus Drostes aktuellem Album „Piano Portraits”. „Irgendwann stellte ich fest, dass auffallend viele Titel meines Repertoires aus der Feder von Pianisten stammen. Was lag also näher, als diesen Komponisten mit einem Album Tribut zu zollen?” Die Gäste in den Flottmann-Hallen bekommen auch einen Vorgeschmack auf Drostes neues Album, das im Frühjahr erscheint.

Jochen Schübel
Quelle: derwesten.de





Gelungene Premiere

Daniela Rothenburg sang zum ersten Herner Jazz-Brunch – Improvisierte Musik 02/13

Von den Emporen dringt noch das Gequietsche verrückender Tische auf die Bühne herunter. Messerspitzen und Kaffeelöffel werden auf die Teller gelegt – eine belebte Geräuschkulisse umgibt den Konzertsaal in den Flottmannhallen an diesem Sonntagmorgen. Dem Aufruf zum Jazz-Brunch sind nicht nur Herner Gäste gefolgt. Schnell wird mit zusätzlichen Stühlen ausgeholfen.

Für Daniela Rothenburg und ihr Trio ist dies kein Grund zu warten. Die gebürtige Berlinerin betritt mit ihrer Band die Bühne und erfüllt die Halle mit ihrer warmen Stimme. Ihre Vorliebe für Hildegard Knefs Interpretationen amerikanischer Songklassiker, die auch auf ihrem Album „No More Blues“ zu hören sind, wird schnell deutlich. Bei Liedern wie „Eine Lady werd’ ich nie“ ist sie nicht nur stimmlich lasziv und charmant. Ihre Posen wirken flüssig und spielerisch leicht. Auch die Kommunikation mit dem Publikum, die beim Jazzgesang immer mehr als bloße Interaktion ist, wirkt nicht routiniert heruntergespult, sondern drückt ihren Spaß an der Darbietung aus.

Diesen teilen Marc Brenken am Piano, Stefan Rey am Bass und Benny Mokross an den Drums. Besonders Marc Brenken, der mit seiner Band im Januar die neue Jazz-Reihe in den Flottmannhallen eröffnet hat, merkt man den Spaß an dieser lockeren Veranstaltung an. Mit seiner Melodika spaziert er durch die Tischreihen, setzt sein Solo am Buffet fort und schlendert wieder zurück an seinen Flügel. Nicht alles hat dabei einen musikalischen Mehrwert. Es nährt durch die burlesken Elemente aber das Publikum mit Unterhaltung.

Benny Mokross, vielen bekannt durch sein Engagement bei der Weltmusik-Band Bescay oder dem Transorient Orchestra, gibt einen souveränen Takthalter und reagiert auf das Kokettieren seiner Frontfrau mit viel Sinn für Humor. Der Kölner Stefan Rey hat in einer klavierlosen Fassung des Nat King Cole-Klassikers „Nature Boy“ seinen Auftritt, dem er durch sein Spiel die nötige Melancholie verleiht. Dies ist zugleich einer der wenigen moll-lastigen Songs im Programm.

Daniela Rothenburg und ihre Band haben mit einer gelungenen Mischung aus Swing und Unterhaltungskunst den Appetit der Gäste auf mehr Jazz in Herne geweckt. In der gut gefüllten Flottmannhalle kam somit nicht nur der Magen vieler Besucher auf seine Kosten.

Dawid Kasprowicz
Quelle: trailer.de




Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 10.12.2012



Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung


Die Presse über das Herner Jazzfestival

1. Herner Jazzfestival | Bürgerfest mit Möglichkeiten

Herne, 23.5.2013 | Und noch ein Festival über Pfingsten? Reichen uns nicht Moers als traditioneller Pilgerort für alle Freunde der improvisierten Musik, Düsseldorf mit seiner Jazz Rally für den „breiteren“ Jazzgeschmack – von den vielen anderen Pfingstevents in der Region wie ‚Kemnade in Flammen’ etc. einmal abgesehen?

Die Stadt Herne wagt nun mit ihrem ersten Jazzfestival in der Organisation von Oliver Bartkowski, dem Kopf der Bochumer Marketing-Agentur und des gleichnamigen CD-Labels ‚Wunderbar’, den Schritt, ein Open Air-Festival zu starten im schönen Umfeld des Schlosses Strünkede. Unabhängig von Stadtmarketing-Überlegungen ein sicherlich löbliches Unterfangen, mit einem kulturellen Highlight das städtische Angebot in Sachen Musik zu erweitern und dabei die Vorzeige-Orte einer Kommune zu nutzen. Anknüpfen kann die Stadt dabei an die Vorarbeit, die Oliver Bartkowski mit seinen „Jazz in Herne“-Abenden – zunächst in der ‚Alten Druckerei’, jetzt in den Flottmann-Hallen mit einem mittlerweile festen Stammpublikum – geleistet hat

Der Wettergott war allerdings den Herner Planungen leider nicht gut gesonnen. Tage vorher zeichnete sich bereits ab: Der Pfingstsamstag wird kühl und leider auch einigermaßen verregnet. Kurzer Hand und mit einigen logistischen Verrenkungen wurde das Festival in die Flottmann-Hallen verlegt, wo immerhin die Infrastruktur und Technik für ein solches Festival vorzufinden sind. Sicherlich sind durch die Verlegung einige potentielle Zuschauer von ihrem Kommen abgehalten worden, die für ein Open Air-Konzert noch zusätzlich zu mobilisieren gewesen wären. Aber immerhin konnte das Festival wie geplant starten.

Beendet wird das Jazz-Festival mit einem wahren Klavierfeuerwerk. Van’t Hof beginnt zu spielen, bevor er richtig auf der Klavierbank sitzt. Dem Niederländer scheint der Resonanzraum seines Instruments nicht zu genügen, er singt und summt lautstark, völlig in die Musik versunken. Bei manchen Stücken macht man sich Sorgen um die Saiten des Thürmer-Flügels, wenn die Jazz-Legende in den tiefsten Registern einen Donner aus Basstönen erzeugt oder mit der flachen Hand auf die Tasten schlägt. „Herne goodbye“, ruft er vor den Schlussakkorden in seinem siebten Stück und verlässt danach zielstrebig die Bühne, bevor ihn der lang anhaltende Applaus noch zu einer Zugabe zum Klavier zurückkehren lässt. In der Zugabe „Peace“ schlägt Van’ t Hof ruhigere Töne an und lässt nach insgesamt 90 Minuten faszinierte Zuschauer zurück, die auch sicher beim nächsten Jazz-Event wieder dabei sein werden.

Die ‚Wakefield Arms Band’ aus der Herner Partnerstadt Wakefield eröffnet das Festival. Die englische Marching-Band mit ihrem traditionellen Brass-Jazz markiert auch musikalisch die eine Seite der Bandbreite eines Festivals, das sicherlich gerade im ersten Aufschlag ein möglichst breites Spektrum an Publikumsinteressen und dabei auch mögliche städtische Verpflichtungen abdecken will. Gut gelaunte ältere Herren präsentieren im bekannten Brass-Idiom Jazz-Klassiker wie ‚Ain’t Misbehavin’ oder ‚Sunny Side Of The Street’ – Gute-Laune-Musik, die bei einigen Zuhörern die Klischee-Vorstellung von Jazz bestärkt und auf keinen Fall Erwartungen an innovative Impulse für den Jazz geweckt haben dürfte. Trotzdem: Wegen der genannten Bandbreite ist dies bei einem solchen Festival verbreitet und sicherlich auch legitim. Bei den Zuhörern kam die ‚Wakefield Arms Band’ an, was sicherlich auch an dem freundlichen Bandleader lag.

Die nächste „Gruppe“ – das Duo ‚Tropical Turn’ - gibt dem Festival eine lateinamerikanisch-karibische Note. Der Gitarrist Buck Wolters gilt zurecht als Spezialist fürs Latin-Caribbean und für Bossa-Nova, Perkussionist Benny Mokross ist sein kongenialer Begleiter am Drumset. Dem Zusammenspiel von beiden hört man an, dass sie in unterschiedlichen Kontexten viele unterschiedliche Erfahrungen sammeln und diese in ‚Tropical Turn’ zu einem virtuosen und erfreulich unaufdringlichen Duett mit Latin-Ausrichtung verbinden konnten. Sons wie ‚Luna Cubana’, Samba (‚Copacabenny’ !) Merengue wie ‚Merenguitis’ führen uns in entspannt-tanzanimierende Latino-Gefilde, dem Festival wird ein wenig ‚Buana Vista Social Club’-Atmo eingehaucht. Da spielt dann sogar der Wettergott mit und schickt den Hernern ein paar Sonnenstrahlen, die in der Pause einen „Tropical Turn“ nachvollziehen lassen können

Beim Wiedereintreten in die Festival-Halle erlebt man mit dem hessischen Quartett ‚Captain Overdrive’ um den Posaunisten Andreas Jamin einen fulminanten Stilwechsel: Jazz-Rock-Funk ist angesagt, eine klare Genre-Zuordnung fällt bei der reinen Instrumentalband schwer. Andreas Jamin macht sich in seinen Ansagen auch ein wenig lustig über ein Publikum (fern von Herne, natürlich), das eine Posaune nicht von einem Saxophon unterscheiden kann oder als „Jazzpolizei“ sich ob der rock- und funk-lastigen Musik die Nase rümpft. Nicht zuletzt die Posaune vermittelt Druck und Power, die schon seit über 11 Jahren zusammenspielenden Musiker geben eine energiegeladene Performance mit groovigem tanzbaren Hintergrund. Der Titel ‚Funky King Kong’ z.B. oder der Bandname lassen das Selbstverständnis der vier Gießener erahnen und gut nachvollziehen, warum sie 2004 den 1. Deutschen Rock- und Jazzrockpreis erhalten haben. Neben der dominanten Posaune mit ihren treibenden Riffs und hoch energetischen Soli, die jegliche Gesangsstimme überflüssig macht, überzeugen Jörg Helfrich an der Gitarre und Christian Keul am funkigen Bass.
Der Funk ist übergesprungen, wie man beim Blick in die Runde des durchaus auch älteren Publikums sehen konnte.

Mit der Haryo Sedhono-Group steht ein erneuter Stilwechsel an: Der Kölner Jazzsänger mit seiner Gruppe ist mit seinem mittlerweile vierten Auftritt in Herne bereits ein alter Bekannter. In der Besetzung beim Festival variiert die Gruppe im Vergleich zu ihren bisherigen Auftritten bzw. zu ihrer ersten zurecht mit viel Lob versehenen ersten CD ‚Close To You’: Verzichtet wird auf das groovende Altsaxophon von Jan von Klewitz, am Kontrabass ist neuerdings zu hören der ebenfalls aus Köln stammende Joscha Oetz, an den Drums Christoph Freier und Sven Bergmann am Flügel. Mit Titeln ihrer CD wie ‚If you and I’ (aus der Feder von Sven Bergmann und Haryo Sedhono), ‚Close to you’ oder dem Bill Evans/Gene Lees-Klassiker ‚Waltz for Debby’ oder dem Michael Jackson-Song ‚The way you make me feel’ oder dem Duke Ellington-Standard ‚It don’t mean a thing’ zeigt Haryo Sedhono mit seiner warmen, smarten Stimme, dass er zu einem veritablen Jazz-Sänger herangereift ist, der von den Kritikern zurecht als aufkommender Stern im Vokaljazz gelobt wird. Im Vergleich zu ihren früheren Auftritten ist die Gruppe noch stärker zusammengewachsen, die Einsätze und die Soli der einzelnen Musiker ergeben ein im wahrsten Sinne harmonisches Ganzes. Neben dem Sänger tragen dazu die Mitmusiker entscheidend bei: Sven Bergmann ist für diese Art von gefühlvollem Jazz in der Begleitung und in seinen Soli eine Idealbesetzung – Jasper van’t Hof lobt den Folkwang-Absolventen in höchsten Tönen („Ich kann ihm nichts mehr beibringen“). Das Schlagzeug von Christoph Freier stützt den nötigen Swing und Groove der Songs, und der Bass von Joscha Oetz, ja, der fetzt geradezu. Oetz bildet mit seinem kraftvollen, fast schon aggressiven Bass-Spiel einen passenden und spannenden Kontrapunkt zum eher samtenen Gesang von Haryo Sedhono. Aus der geplanten neuen CD werden ‚Whenever’ gespielt – eine neue Komposition vom Sänger – und als Zugabe ein Jazzpop-Titel von Sven Bergmann und Haryo Sedhono (bisher ohne Titel). Auf die neue CD darf man gespannt sein. Das Publikum reagiert mit stehendem Applaus.

Quasi als kurzfristig einberaumtes Intermezzo gibt das Festival dem Nachwuchs eine Chance: Der Herner Johannes Altemeier – 13 Jahre jung - war im letzten Jahr Preisträger des bundesweiten Wettbewerbs ‚Jugend jazzt’. Auf der Bühne wird der Altsaxophonist begleitet am Flügel von Felix Römer, der gerade bei der Folkwang-Hochschule Jazzpiano studiert. Ein sehr löbliches Unterfangen, die Talente der Region in dieser Weise zu fördern und ihnen ein öffentliches Forum zu geben. Johannes Altemeier wirkt sehr gelassen und spielt sein Programm ziemlich professionell. Alle Achtung!

Krönender Abschluss und sicherlich Höhepunkt des Festivals bildet Jasper van’t Hofs Solo-Auftritt am Flügel. Dem sympathischen und allürenfreien Niederländer obliegt der eigentlich etwas undankbare Part eines Solo-Auftrittes an einem Festival-Ende, bei dem die Publikumserwartungen nach viel Rhythmik und verbreiteter guter Laune in Richtung einer gewissen euphorischen Spannung auch beim letzten Act gehen. Umso überraschender ist die hochkonzentrierte aufmerksame Stimmung im Saal, wenn Jasper van’t Hof im ersten Stück eine virtuose Ballade anstimmt, die von seinen Rock-Jazz- oder ‚Pili Pili’-Ansätzen weit entfernt ist. Melodiöse Linien und an klassisches Klavier gemahnende Harmonik bestimmen sein Spiel, die Metren wechseln häufig. Sein ‚Dinner For Two’ improvisiert zwischen den elegischen Balladen über einen hämmernden Rhythmus. Im Vordergrund stehen jedoch intensive, dabei äußerst lebendige Balladen wie ‚Pseudopodia’ oder ‚The Way She Looks’, in denen Jasper van’t Hof seine pianistische Meisterschaft in einem intimen, geradezu traumhaften Solo-Spiel demonstriert. Das Publikum bekommt einen Einblick von der international anerkannten Virtuosität und dem Ideenreichtum des Pianisten, der in seinem Solo-Konzert eine unglaubliche Energie aufbringt und damit die Flottmann-Halle in Spannung versetzt. Den Abschluss des Konzertes bildet eine Variation des Titels ‚Whybecause’ von van’t Hofs neuer beim französischen Label ‚Futura’ erschienenen CD – eine pianistische Reflexion über Fragen und Antworten, über den Zusammenhang von Warum und Weil, den van’t Hof als Einheit begreift und dies energiegeladen entsprechend umsetzt. In der Zugabe – wie so häufig bei seinen Konzerten– entlässt van’t Hof mit Horace Silvers ‚Peace’, einer fast requiemhaften Ballade, das begeisterte Publikum in die fast sommerlich-friedlich anmutende Nacht. Standing ovations for Jasper – so entlädt sich die Spannung in Herne.
Im Backstage-Gespräch äußert sich Jasper van’t Hof begeistert über das Herner Publikum, dem er offensichtlich eine so konzentrierte und für sein Spiel notwendig offene Haltung nicht zugetraut hat. Diese Haltung sei übrigens den Zuhörern in Deutschland eigentümlich, die durch viele Jazz-Veranstaltungen und Festivals (!) sehr „verwöhnt“ seien und einen hohen Qualitätsstandard im Jazz nachvollziehen könnten und auch erwarteten. Dies sei mittlerweile in seinem Heimatland deutlich anders, wo die Unterstützung des Jazz’ und der improvisierten Musik gegen Null zurückgefahren sei. Und ein einziges nationales Festival im Jahr von Bedeutung wie das North Sea Jazz Festival in Rotterdam reiche nicht für die Akzeptanz des Jazz’ und eine interessierte und kompetente Zuhörerschaft aus. Und im übrigen: Das im nrwjazz-Flyer zitierte Motto „Jazz is a way of life“ sei immer sein eigenes persönliches gewesen, meint er anerkennend und lobt unsere Initiative des regionalen Networking in Sachen Jazz.

Die Eingangsfrage nach dem Sinn eines zusätzlichen Jazz-Festivals in der Region ist nach dem erfolgreichen Verlauf des 1. Herner Jazz-Festivals mit einem eindeutigen Ja zu beantworten. Festivals – unter der Voraussetzung einer klugen Planung und reibungslosen Organisation - sind immer ein Bürgerfest mit der Möglichkeit, verschiedene Stile, verschiedene Strömungen, neue Musiker kennen zu lernen und schlicht Musik zu genießen. Sie bieten im Sinne von Jasper van’t Hof auch die kulturpolitische Chance, eine nachhaltige Wirkung im Musikgeschmack durchaus auch durch Abgrenzung von Verschiedenem und durch bloßes Zuhören auszubilden. Bei aller Verschiedenheit der Musik-Stile und der Musikerpersönlichkeiten ist dies dem Herner Jazzfestival voll und ganz gelungen – eine Ermutigung für die Kommune und die Festival-Organisatoren. Nur, lieber Wettergott, gönne den Hernern in Zukunft ein schöneres Wetter, ein wirkliches Open-Air-Festival im wunderschönen Park von Schloss Strünkede wäre ein zusätzlicher Gewinn! Vielleicht klappt’s ja mit dem Wetter im nächsten Jahr.
Heinrich Brinkmöller-Becker
Quelle: nrwjazz.net

Jazz auf höchstem Niveau

Herne. Fünf Künstler(gruppen)und zwei Herner Nachwuchsmusiker präsentierten sich in den Flottmann-Hallen. Besonders beeindruckend: Jazz-Pianist Jasper van’t Hof und der erst 13-jährige Johannes Altemeier

Auf der Bühne neigt sich der Auftritt der „Haryo Sedhono Group“ seinem Ende zu. Beim letzten Stück, einer Duke Ellington Komposition, darf das Publikum sein Rhythmusgefühl unter Beweis stellen. Die Leute sitzen auf Barhockern oder im oberen Bereich der Flottmann-Halle. Auf der Treppe wippt ein Kleinkind, auf dem Schoß der Mutter sitzend, mit dem Kopf. Es herrscht ein reges Kommen und Gehen.

Eigentlich sollte das 1. Herner Jazzfestival, eine Zusammenarbeit von wunderbar records und dem Kulturbüro der Stadt Herne, im Schlosshof von Strünkede stattfinden. Diese besondere Location hätte der Veranstaltung sicher noch den letzten Schliff gegeben, doch das Wetter machte den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung. „Es war einfach zu unbeständig!“ Im Außenbereich der Flottmann-Hallen steht Initiator Oliver Bartkowski und zieht seine Bilanz: „Sicher hat uns der Ortswechsel einige potenzielle Zuhörer gekostet, aber die, die da sind, sind mit Begeisterung dabei.“

Zugaben für fasziniertes Publikum
Einige Besucher kommen erst jetzt, um den Abschluss der Veranstaltung mit einem wahren Hochkaräter zu erleben: Pianist Jasper Van’t Hof wird ein exklusives Solo-Konzert spielen. In den Pausen zwischen den Acts kann man sich vor der Halle ein Bier holen oder an der frischen Luft über die Auftritte diskutieren. Doch jetzt lohnt es sich in der Halle zu bleiben, denn Bartkowski kündigt für die kurze Umbaupause zwei Gäste an, zwei „echte Herner Jungs“. Johannes Altemeier am Alt-Saxophon und Felix Römer am Flügel gelingt es mit drei beeindruckenden Stücken, ihr Ausnahmetalent unter Beweis zu stellen. Der 13-jährige Saxophonist, der letztes Jahr einen ersten Preis bei „Jugend jazzt“ gewinnen konnte, gibt sich auf der Bühne und auch nach dem Auftritt relativ entspannt. „Ein bisschen nervös ist man immer“, gibt der Junge zu, dem man gar nicht glauben will, dass er erst seit drei Jahren Unterricht an seinem Instrument bekommt.

Beendet wird das Jazz-Festival mit einem wahren Klavierfeuerwerk. Van’t Hof beginnt zu spielen, bevor er richtig auf der Klavierbank sitzt. Dem Niederländer scheint der Resonanzraum seines Instruments nicht zu genügen, er singt und summt lautstark, völlig in die Musik versunken. Bei manchen Stücken macht man sich Sorgen um die Saiten des Thürmer-Flügels, wenn die Jazz-Legende in den tiefsten Registern einen Donner aus Basstönen erzeugt oder mit der flachen Hand auf die Tasten schlägt. „Herne goodbye“, ruft er vor den Schlussakkorden in seinem siebten Stück und verlässt danach zielstrebig die Bühne, bevor ihn der lang anhaltende Applaus noch zu einer Zugabe zum Klavier zurückkehren lässt. In der Zugabe „Peace“ schlägt Van’ t Hof ruhigere Töne an und lässt nach insgesamt 90 Minuten faszinierte Zuschauer zurück, die auch sicher beim nächsten Jazz-Event wieder dabei sein werden.
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Malte Hemmerich
Quelle: derwesten.de







Die Presse über Bergmann & Bartkowski


Quelle: WAZ 23.03.13

Quelle: Filmdienst 1/2013

Live-Filmmusik unterm Sternenhimmel

Bochum. Nach ihrer Premiere im Metropolis Kino, ist die stimmungsvolle Kopfkino-Live-Show von Bergmann & Bartkowksi am Donnerstag, 27.Dezember, 20 Uhr, bereits zum zweiten Mal in Bochum zu erleben.

Bergmann & Bartkowski haben im Sommer mit „On a movie trip - a piano film score journey“ ein Album veröffentlicht, das der Faszination für Filmmusik nachspürt. Der Pianist und Folkwangabsolvent Sven Bergmann und der Bochumer Songwriter und Musik-Produzent Oliver Bartkowski haben darauf wunderschöne Kopfkino-Versionen der Musik aus Streifen wie „Winnetou“, „Taxi Driver“, „Mission: Impossible“ oder „Pirates of the Carribean“ eingespielt. Nach ihrer Premiere im Metropolis Kino, ist die Live-Show am Donnerstag, 27.Dezember, 20 Uhr, bereits zum zweiten Mal in Bochum zu erleben.

Im Planetarium (Castroper Straße 67) wird die live gespielte Musik mit Projektionen von Sternbildern in der Kuppel des Planetariums illustriert. Dies dürfte vor allem bei den Stücken aus „Star Trek“, „Der mit dem Wolf tanzt“ oder „Halloween“ für eine außergewöhnliche Atmosphäre sorgen. Tom Thelen
Quelle: derwesten.de

Filmmusik de luxe: "On A Movie Trip"

Mit Gefühl, neuen Arrangements und sensiblen Interpretationen erwecken Produzent Oliver Bartkowski und Pianist Sven Bergmann berühmte Filmmelodien wie Paul McCartneys "Live and Let Die" zu neuem Leben.
Orchestraler Bombast? Nein Danke! Mit dem reduzierten Einsatz eines Pianos und stimmungsvollen Hintergrundgeräuschen erwecken Musiker Sven Bergmann und Produzent/ Songwriter Oliver Bartowski berühmte Filmmusiken ebenso zu neuem Leben wie unbekannte Arrangements aus der Hollywoodgeschichte.

Ob das wehmütige "Winnetou"-Thema von Martin Böttcher, die swingenden Klänge von "Bullitt" oder die treibende "Mission: Impossible"-Musik von Lalo Schifrin: Selbst den bekanntesten Melodien gewinnen Bergmann und Bartowksi neue Facetten ab. Dank dem zurückhaltenden Einsatz des Pianos etwa gelingt es den beiden, das schaurige "Halloween"-Thema aus John Carpenters gleichnamigen Slasher-Schocker noch bedrohlicher wirken zu lassen.

Für alle James-Bond-Fans hält das Duo Paul McCartneys "Live and Let Die" in einer neuen Version parat. Mithilfe der Jazzsängerin Daniela Rothenburg wechseln sich darin verträumt gesungene Textpassagen mit selbstbewussten Einsätzen und treibend gespielten Tonfolgen ab.
Quelle: cinema.de


Quelle: Widescreen Dezember 2012

Quelle: Deadline Dezember 2012

A piano Film Score Journey

„On a movietrip“ ist bereits die zweite CD des Pianisten Sven Bergmann, die für das Label „Wunderbar Records“ von Oliver Bartkowski aufgenommen wurde (die erste war das Album „Seasons“, 2011).

Diesmal spielt der Pianist berühmte Filmmusik, die er durch seine eigenen Ideen und Improvisationen schmückt und bereichert. Als Mitwirkender auf diesem Album ist auch Oliver Bartkowski selbst zu hören, der für Percussion und spezielle Klangeffekte zuständig ist und der der Initiator dieses Projekts ist. Als Gastgitarrist spielt bei einem der Titel sogar der bekannte Burkhard „Buck“ Wolters („Bullit“) mit und Daniela Rothenburg singt Paul McCartneys „Live and let die“ aus dem gleichnamigen James Bond Film (007).

Der Untertitel dieses Albums lautet: „A piano Film Score Journey“ und ist im Grunde genommen die kürzeste Beschreibung dieser CD!

Beginnend mit dem wunderschönen Musikthema aus dem Film „Der mit dem Wolf tanzt“, gefolgt von der sehr gelungenen Swing Interpretation von „ Live und let die“ geht es bis hin zu dem dynamisch und voll elektronischer Effekte aufgenommenen Hauptthema aus dem Film „Mission: Impossible“,als nächstes ist die leichte Melodie aus dem Film „Paris, Paris“ zu hören, bevor sich ernste und beunruhigende Stimmungen durch die Musikthemen aus „The Taking of Pelham“ oder „Halloween“ einstellt. Zum Abschluss erklingt die schöne und wieder beruhigende Melodie aus dem Film „Winnetou“.

Durch den hervorragenden und gleichzeitig subtilen Klang seines Flügels führt uns Sven Bergmann durch diese bekannten Filmmusiktitel auf eine Entdeckungsreise, die uns neue Qualitäten beschert. Seine Interpretationen zeichnen sich durch die für den Pianisten charakteristische Leidenschaft und Ausdruckstärke aus. Auf diese Weise verleiht er mittels seines Instruments den berühmten Melodien aus den Filmen wie z.B.; „Der mit dem Wolf tanzt“ oder „Winnetou“ sehr starke Emotionen und subtile Schönheit.

Bartkowskis musikalische Beiträge auf dieser CD hören sich angenehm und unaufdringlich an. Mit diesen führt er den Hörer ausgezeichnet in die jeweiligen Musikthemen ein, wie z.B. durch den Klang des Regens und fahrender Taxen am Anfang von „A Night Piece from Taxi Driver “ bis hin zur „ Winnetou-Melodie“, die von Indianerstimmen begleitet wird.

Die perfekte CD ist so konzipiert, dass sowohl Filmmusikfans, als auch Jazzliebhaber auf ihre Kosten kommen.
Quelle: Radio Jazz Fm (Polen), Robert Ratajcak


Quelle: Ruhr Nachrichten 22. Oktober 2012
Radio 91,2 Dortmund

James Bond mit Live-Musik

James Bond Filme begleitet mit klassischer Klaviermusik - sowas gibt es eigentlich nicht mehr. Morgen schon!

Im Roxy. Dort treten der Pianist Sven Bergmann und der Bochumer Songwriter und Musik-Produzent Oliver Bartkowski auf. Und sie spielen eine Auswahl von bekannten und weniger bekannter Filmmelodien, zum Beispiel James Bond, aber auch Woody Allens Midnight in Paris. Dazu gibt es Bild- und Filmcollagen auf der Leinwand.
Beitrag vom 18.10.2012

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Quelle: Westfälische Rundschau 18. Oktober 2012

Quelle: Ruhrnachrichten 04. Oktober 2012

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung 04. Oktober 2012

Quelle: Wochenblatt 23. September 2012

Quelle: Stadtspiegel Bochum 22.September 2012

Quelle: Jazz Thing August 2012

Quelle: Jazz Podium Juli/August 2012

Die Presse über Mark Brenken Trio


Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung 20.01.2013


Haryo Sedhono Group


Quelle: SPAZZ/Ulm
heinz-magazin.de

Jazz im Union

Haryo Sedhono in Bochum

Dieser Jazz ist wunderbar! Das dachte sich zumindest Jazzlegende Sheila Jordan, als sie vor Jahren dem gebürtigen Kölner Haryo Sedhono lauschte und ihn prompt unter ihre Fittiche nahm.

Seine warme Stimme erinnert an Chet Baker und dürfte auch Fans von Sinatra und Michael Bublé gefallen. Neben Standards finden sich auf dem Album auch Eigenkompositionen wie das radiotaugliche „If you and I“. Unterstützt wird Sedhono dabei von namhaften Künstlern wie dem Pianisten Sven Bergmann, dem Saxofonisten Jan von Klewitz, Stefan Werni am Bass und Drummer Christoph Freier. Mit ihnen bildet er die Haryo Sedhono Group, die am 6.5. um 19 Uhr im Union Filmtheater Bochum auftritt; 15/18 € (VVK/AK).

woman-in-the-city.de

Weltklasse – Jazz in Bochum

1 x 2 Eintrittskarten zu gewinnenAm Sonntag, 06.05.2012, 19:00 Uhr, wird die Haryo Sedhono Group ein exklusives Konzert im wundervollen Union Theater in Bochum spielen. Auf die Besucher wartet ein tolles Ambiente und die einmalige Chance, ein wunderbares Jazz Konzert in High-Class Sesseln mit Popcorn auf dem Schoß und einem Kaltgetränk in der Hand zu genießen. Die Tickets kosten 15 € im VVK und 18 € an der AK (inkl. Sektempfang).

Woman in the City verlost 1 x 2 Eintrittskarten für das Konzert. Senden Sie uns eine E-mail mit dem Stichwort "Weltklasse-Jazz“ an post@woman-itc.de . Absender nicht vergessen! Einsendeschluss: 27.04..2012. Viel Glück!

ruhrjazz.net

Jazz mit Format

Haryo Sedhono Group in Herne

Herne, 16.4.2012 | Es ist schon beeindruckend was das neue Label wunderbar-Records von Oliver Bartkowski da sprichwörtlich aus dem Boden gestampft hat. Bereits zum dritten Mal hintereinander waren die pre-release Konzerte des neuen Labels in der "Alten Druckerei 1926" Herne ausverkauft.

Am Samstagabend war, nach dem Sven Bergmann Quartett und Tropical Turn, die Haryo Sedhono Group an der Reihe. Der Kölner Haryo Sedhono trat mit seinem Quintett, bestehend aus Sven Bergmann (Klavier), Christoph Freier (drums), Stefan Werni (Bass) und Jan von Klewitz (Saxophon) an.

Das Ambiente in der Alten Druckerei, ein Kleinod, ein bischen versteckt, mitten in der Herner Innenstadt, in dem neben Konzerten auch Lesungen und Kunstausstellungen stattfinden, ist sehr stilvoll und hat ein wunderbares Flair. Beim Eintreten bleibt der Blick sofort an wunderbaren Bildern hängen. Noch abgelenkt staunend wird der Gast zurückhaltend und höflich nach der Eintrittskarte gefragt und ein Prosecco kredenzt.

Um Punkt 19:30 Uhr erschienen die Musiker auf der Bühne. Anzüge, Krawatten, auch das passt zu diesem Ambiente. Jazz mit Format? Die Erwartung steigt. Ob dass, was nun folgt den geweckten Erwartungen entspricht? Schließlich ist dieses Konzert eine Uraufführung eines neuen Jazzsängers, der seine erste CD "Close To You" präsentiert. Und mit wirklich guten Jazzsängern ist Deutschland ja nun nicht gesegnet.

Zu Beginn des Konzerts war die Nervosität zu spüren, die der gelernte BWLer und hauptberufliche Manager vor seinem Debüt hatte. Nicht alle Töne passten auf Anhieb und die Art der Präsentation wirkte auch zunächst ein wenig steif. Einzig Jan von Klewitz am Saxophon brillierte gleich von Beginn an mit exzellenten, auf den Punkt gespielten Soli. Der Saxophonist von Nils Wülker war es auch, der seine Mitspieler sichtlich mitriss und die Basis für ein im weiteren Verlauf wunderbares Konzert lieferte.

Sedhono, immer lockerer, konnte nun seine wohlig-warme Stimme mehr und mehr in Szene setzen und begeisterte vor der Pause mit dem, nicht auf der CD veröffentlichten Jazzstandard "No more blues" (chega de saudade). Gut gewählt, denn das Publikum war so gespannt auf das zweite Set.

Sicherlich war noch nicht alles rund, aber eines ist bei Haryo Sedhono unbestritten spür- und hörbar: Er hat alles, was ein brillanter Jazzsänger braucht. Und dass ist in erster Linie eine prägnante Stimme und vor allem viel Empathie und Charisma für die sehr gefühlvollen Texte. Dies wird besonders auf der CD deutlich. Besonders Titel wie "Waltz for Debby" von Bill Evans und "Maybe It´s better this way", eine Eigenkomposition von Sven Bergmann und Haryo Sedhono, lassen bisweilen Erinnerungen an den jungen Chet Baker aufkommen. Getoppt werden aber diese Stücke noch von dem radiohead-Klassiker "Creep", den das Quintett genial interpretiert.
Text & Fotos: bz

derwesten.de

Eine Punktlandung nach der nächsten

„Die glücklichsten Menschen, sind die hier auf der Bühne“, sagte der Sänger Haryo Sedhono in der Alten Druckerei – und so brauchte der Funken nicht lange, um auf das Publikum überzuspringen. Tatsächlich brachte die Haryo Sedhono Group mit Swing, samtigen Balladen und auch mal einer Bossa-Nummer eine Punktlandung nach der nächsten. Im feinen Zwirn sang Sedhono in Cole Portes „So in love“ nonchalant über „die dunkle Seite der Liebe“ und setzte mit seiner feinen Stimmfarbe gekonnt Akzente.

„Seitdem ich einmal mit meinem Gesang jemanden zu Tränen gerührt habe, weiß ich, dass ich damit etwas bewegen kann“, so der gut gelaunte Sedhono. Vergleichbar ist ihr Sound mit amerikanischem Swing à la Michael Buble – doch ist hier der Sound nicht bis zur Unkenntlichkeit fein geschliffen. Die Band hat genügend spritzige Verrücktheit, dass sich sogar die arriviertesten Musiker auf der Bühne ein Grinsen nicht verkneifen konnten.

Ihr Debüt-Album „Close to you“ hat die Haryo Sedhono Group bei Wunderbar Records herausgebracht –Veranstalter des ausverkauften Jazz-Abends. Auch wenn das Balladeske Sedhonos Stimme am besten gelten lässt, ließen sich die Musiker ein paar Uptempo-Nummern nicht nehmen. „Nomoreblues“ war der perfekte Bossa und Stimmungsmacher. Drummer Christoph Freier überraschte mit einem wahnsinnig gemächlichen Reggae-Rhythmus.

Hinter diesem Sound steckt Erfahrung. Allen voran zu nennen ist Saxophonist Jan von Klewitz – weit gereister und erfahrener Saxophonist. Sein intuitives Solospiel bringt ein stimmiges Gegengewicht zu Sedhonos feiner Stimmfärbung.

Pianist Bergmann ist auch für Eigenkompositionen verantwortlich, die sentimental („A little love“) oder, so Bergmann, „im Happy-Sound“ sind („If you and I“). Während Schlagzeuger Christoph Freier, Bassist Klaus Kappmeyer und der Hagener Pianist Sven Bergman sich noch aus Studienzeiten in der Folkwang-Hochschule kennen, bringt Sedhono einen Sänger und Entertainer (und guten Tänzer) auf die Bühne, den man wohl in keinem Buch finden kann. Mehr von dieser Band!
Nina Schröder

kirroyal-geniesserjournal.de

Debüt-Album „Close toyou" von der "Haryo Sedhono Group"

Am 19. März 2012 erschien auf "Wunderbar Jazz" das Debüt-Album „Close toyou" von der "Haryo Sedhono Group". Und egal ob Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Jazz thing oder WDR 3, die Kritiken sind ausnahmslos hervorragend.

Sedhonos warme Stimme erinnert an Chet Baker und hat zugleich etwas Eigenes. Das Debüt der Haryo Sedhono Group dürfte sowohl Jazzer als auch Fans von Sinatra und Michael Buble ansprechen. Neben Standards, finden sich auf dem Album auch wunderbare Eigenkompositionen, wie beispielsweise das radiotaugliche ,,If you and I“. Dieser Song und das Radiohead-Cover „Creep“ sind derzeit die meistgespielten Songs bei Radio JazzFM, dem größten und Reichweitenstärksten Radiosender Polens. „Creep“ führt sogar die Playlist an. Es macht einfach Spaß dieser abwechslungsreichen und frischen Musik zuzuhören, das durch ein hohes Maß an Virtuosität der einzelnen Musiker überzeugt.
Neben einem Stipendium für das Jazzprogramm an der University of Massachusetts, USA, erhielt Haryo u.a. Unterricht bei der wundervollen Gretchen Parlato.
Als Jazzlegende Sheila Jordan einst den gebürtigen Kölner Haryo Sedhono hörte, nahm sie ihn unter ihre Fittiche. Bis heute ist sie seine größte Förderin und Mentorin.
Unterstützt wird Sedhono aber auch vor allem vom Pianisten Sven Bergmann, der 2011 mit ,,Seasons" ein hochgelobtes und viel beachtetes Album veröffentlicht hat und den die niederländische Piano-Legende Jasper van `t Hof zu den besten Pianisten Europas zählt. Der ehemalige Folkwang- Absolvent war an den Eigenkompositionen maßgeblich beteiligt. Am Saxofon ist Jan von Klewitz, ein ehemaliges Mitglied des Berlin Contemporary Jazz Orchestra zu hören, der bereits für Top-Drummer Gene Calderazzo, sowie Heinz Sauer und Orlando Le Fleming spielte. Er brillierte mit seinem Spiel bereits auf allen großen Festivals, u.a. dem San Francisco Jazz Festival, dem North Sea Festival und den Leverkusener Jazztagen. Den Bass spielt Stefan Werni, der bereits mit Lee Konitz, Bill Elgart und Sheila Jordan auftrat und der viele Konzerte für den WDR & NDR spielte. Abgerundet wird die Gruppe von Schlagzeuger Christoph Freier, der sich in den unterschiedlichsten Grooves zu Hause fühlt, aber sein Herz an den Jazz verloren hat. Der Protégé der New Yorker Schlagzeug-Größe Drori Mondlak hat bereits fast ganz Europa und halb Brasilien musikalisch bereist. Diese tollen Künstler haben mit ,,Close to you“ ein wunderbar warmes und mit viel Herz und Gefühl versehenes Album aufgenommen, welches Frau/Mann unbedingt gehört haben sollte. Musik auf höchstem Niveau, bei der es in jedem Durchgang etwas Neues zu entdecken gibt.


Quelle: Jazz Thing April/Mai 2012

diabolo-mox.de

"Haryo Sedhono Group: CLOSE TO YOU

Der Jazzmusik ergeht es hierzulande wie all den anderen Künsten

Die Meinungen über den Status gehen weit auseinander. Wahr ist, dass es verblüffend viele hervorragend ausgebildete Musiker gibt, die neugierig über die Grenzen der Gattung hinausblicken. Meine Entdeckung des Jahres: Haryo Sedhono. Es passiert mir höchst selten, dass ich eine CD in den Player schiebe – und hernach keinen Anspieltipp weitergeben könnte, weil das komplette Album makellos geraten ist. Als dürfte man auf Wolke Sieben schweben: Der swinggewaltige Sänger Sedhono legt mit „Close to you“ ein Debüt hin, zum Niederknien gelungen. Der gebürtige Kölner singt atemberaubend – und Sedhonos Mitmusiker jazzen mitreißend dazu. Der Name des Labels trifft es: Wunderbar!


Quelle: Westfälische Rundschau 20.03.2012

ruhrjazz.net

Nicht nur verzückende Balladen

Interview mit Haryo Sedhono

Gelsenkirchen, 15.2.2012 | Ein Wort hat für ihn echte Bedeutung, das spürt man, wenn man mit Haryo Sedhono spricht. „Das Stichwort bei der Auswahl der Songs für die CD war Gefühl“, bestätigt der gebürtige Kölner, der erst jetzt, mit 37 Jahren, die Zeit gekommen sieht für sein Debütalbum.

„Als ich mit Sven Bergmann, dem Pianisten und Christoph Freier, dem Schlagzeuger, darüber sprach, etwas aufzuziehen, da war uns klar: das muss Herz und Seele haben! Ich habe darauf bestanden, bei den Standards Songs zu wählen, bei denen ich gefühlsmäßig alles geben kann.“

Es sind aber nicht nur verzückende Balladen wie Cole Porters „So In Love“ oder Bill Evans´ „Waltz For Debby“, die Haryo Sedhono mit seinem Gesang veredelt - die im Verbund mit Sven Bergmann verfassten eigenen Stücke schließen sich qualitativ und stimmungsmäßig nahtlos an. Viel mitbekommen hat Haryo Sedhono übrigens von der großen Sheila Jordan. „Ich hatte mehrmals Unterricht bei ihr und kenne niemanden, bei dem ich soviel gelernt habe in so einer angenehmen Art wie bei Sheila.“ Auch wenn er auf der Bühne gerne was riskiert und auch schnellere Songs singt, für „Close To You“ (wunderbar/Bogner) hat sich der sympathische „writer & songsinger“, wie sich Haryo Sedhono selbst gerne bezeichnet, für heruntergeschraubte Tempi entschieden.

Mit dieser Musik und der CD im Rücken möchte der Kölner jetzt mehr auf die Musik setzen. Denn nach einem BWL-Studium arbeitet Haryo Sedhono hauptberuflich als Manager, aber: „Ich komme zunehmend zu dem Schluss, dass ich das Biest rauslassen muss. Ich wollte immer Musik machen und Jazzsänger sein und der Wunsch, das zu machen, wurde immer größer. Jetzt ist der Punkt da und es wird sich herausstellen, was passiert.“ Wohl viel Gutes, denn Haryo Sedhono verwöhnt mit seinen gefühlvollen Liedern, gesungen von einer wohlig-warmen Stimme – ein vom ersten bis zum letzten Ton funkelndes Debüt.

Live stellt die Haryo Sedhono Group ihre CD am 14. April ab 19:30 Uhr in der „Alten Druckerei 1926“ in Herne vor. Am 6. mai kann man ihn noch im union-filmtheater, Bochum sehen und hören.
cg

Tropical Turn


Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Oktober 2012
Der Westen

Duo „Tropical Turn“ verstärkt sich zum Quartett

Das Duo „Tropical Turn“ mit dem Bergkamener Gitarristen Burkhard Wolters und seinem Partner am Schlagzeug, Benny Mokross“ verstärkt sich zum Quartett . Möglich macht dies die Förderung durch das Kultursekretariat Gütersloh.
Normalerweise gilt der Prophet nichts im eigenen Land. Buck (Burkhard) Wolters gehört sicherlich zu den Ausnahmen. Der Bergkamener Gitarrist und Komponist ließ im vergangenen Jahr bei zwei Konzerten in seiner Heimatstadt mächtig aufhorchen.
Ein weiteres könnte in der zweiten Hälfte von 2012 folgen. „Für Buck Wolters haben wir immer einen Platz in unserem Kulturprogramm“, betonte Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel.

Aufnahme in offizielles Förderprogramm

Das umso mehr, seitdem das Kulturreferat Gütersloh ihn zusammen mit dem Percussionisten Benny Mokross ins offizielle Förderprogramm der Kommunen in NRW aufgenommen hat, die kein eigenes Theaterensemble unterhalten.
Von diesem Programm profitieren die Künstlerinnen und Künstler sowie die Städte und Gemeinden gleichermaßen. Oft entwickeln sich aus den Angeboten des Kultursekretariats regelrecht Tourneen durchs Land. Für Musiker, aber auch für Theatergruppen ergeben sich so zusätzliche Auftrittmöglichkeiten, zumal die Aufnahme ins Programm einem Qualitätssiegel gleichkommt.
Die Mitglieder des Kultursekretariats wie etwa Bergkamen erhalten bei einer Buchung einen Rabatt, was hilft, die oft kleinen Kulturbudgets optimal zu nutzen. So gastierten übers Kulturreferatsticket im vergangenen das NN-Theater mit Michael Kohlhaas im Rahmen des Kultursommers in der Nordbergstadt, aber auch einige Musiker bei der 2011er Auflage des Jazzfestivals am Hellweg „Take Five“.

Neue CD überzeugte

Überzeugendes Argument für die Aufnahme ins Förderprogramm des Kultursekretariats war die gerade neu erschienene CD „El Camino a San Mateo“, die Buck Wolters und Benny Mokross unter ihrem Bandnamen „Tropical Turn“ veröffentlicht haben. Für die zu erwartenden zusätzlichen Konzerte wollen sich beide zum Quartett verstärken. „Somit ist es zum Beispiel möglich geworden, den russischen Weltklasse-Trompeter Dimitriy Telmanov als Gastmusiker für die kommende Saison zu engagieren“, berichtet Buck Wolters. Der Name des vierten Musikers steht noch nicht fest.
Dimitriy Telmanov ist übrigens nicht nur ein klasse Instrumentarist, sondern auch ein exzellenter Arrangeur. Ihm ist zu verdanken, dass die Kompositionen von Buck Wolters beim „Take Five“-Jazzfestival für die neunköpfige Band „Hellweg All Stars“ so eindrucksvoll spielbar wurden. CD „El Camino a San Mateo“ werden Buck Wolters und Benny Mokross am 11. Februar ab 20 Uhr in der „Alten Druckerei“ in Herne offiziell vorstellen.
Dass dies nicht in Bergkamen geschieht, darüber brauchen sich ihre heimischen Fans nicht zu grämen: Viele Kompositionen präsentierte das Latin-Jazzduo bereits vor über zwei Jahren in der Marina Rünthe.
Heino Baues

Szene Lübeck

Tropical Turn „El camino a San Mateo“

„El Camino a San Mateo“, was übersetzt nichts anderes bedeutet als „Der Weg nach San Mateo“, ist das Debüt-Album von Tropical Turn auf Wunderbar Jazz Records und somit die zweite VÖ. Die Kompositionen von Tropical Turn sind gefühlvoll, virtuos, mitreißend und machen einfach Spaß. Es gibt bei jedem Durchlauf etwas Neues zu entdecken. Es ist einfach das richtige Album für kalte Winterabende, denn mit Tropical Turn zieht der Sommer auch in der dunklen Jahreszeit ins Haus.

Sven Bergmann Quartett

Der Westen

Stimmungen eines Sommerabends

Bochum -

Stimmungen eines Sommerabends festzuhalten - das war ein scheinbar leichter Job für den Pianisten Sven Bergmann am Konzertflügel der Aula des Ottilie-Schoenewald-Kollegs.

Doch was bei ihm so leicht und locker ‘rüberkommt ist in Wirklichkeit gründliche durchdachte, harte Arbeit. Sein Solo-Programm mit Interpretationen von Jazz-Standards ging auf, weil Pianist Bergmann die Musik mit wenig Firlefanz auf den Punkt bringt, und den Zuhörer jederzeit „mitnimmt“.

In seiner kleinen Geschichte des Jazz interpretierte der Solopianist „Nardis“, das Miles Davis einst für seinen Pianisten Bill Evans komponierte hatte. In seiner versierten Spielweise brachte Bergmann das Stück mitreißend und mit einer gewissen unheimlichen Note. Zwischen Up-tempo-Nummern schimmerte ein wenig seine Tätigkeit als Barpianist durch - ganz schön lässig! Aber sogleich ist der wandelbare Pianist ein Romantiker: Sein „Fields of Gold“ (Sting) rührt in seiner lyrischer Schönheit fast zu Tränen.

Modaler Jazz hat es Bergmann ebenso angetan wie die ungeraden Taktarten eines Bill Evans - alles so geschickt verpackt, dass auch der geübte Jazzhörer zunächst auf der Suche ist und schließlich fündig wird: „Autumn Leaves“ klang hier endlich mal nicht abgedroschen.

Mit Virtuosität brachte er Monks „Lulu’s Back In Town“, und irgendwie zeigte er sich dabei auch als Botschafter dieser zeitlosen Musik. Dass die Geschichte des Jazz noch längst nicht zu Ende geschrieben ist, machte der Bergkamener mit einer Eigenkomposition deutlich.

Nina Schröder

Der Westen

Zauberei nach Noten

Screenshot

Herne- Manche Musiker sind einfach Zauberer. Sie ziehen den Zuhörer in den Bann und lassen das Hier und Jetzt einfach vergessen.

So geschehen in der „Alten Druckerei“. Hier kreierten die Jazzmusiker Sven Bergmann (Piano), Jan von Klewitz (Saxophon), Klaus Kappmeyer (Bass) und Christoph Freier (Schlagzeug) eine Atmosphäre wie in einer Jazz-Bar.

Sven Bergmann schöpfte aus seinen Eigenkompositionen, die er in der Zeit seines Studiums bei Richie Beirach als „Hausaufgabe aufhatte“. Eben jener Beirach, der u. a. in den 70er Jahren mit Stan Getz tourte - War er es, der Sven Bergmann eine gewisse amerikanische, „jazzy“ Spielart beigebracht hat? „Als Solo-Pianist ist eigentlich Fred Hersch mein größter Einfluss,“ so Sven Bergmann.

Die Akustik des Raumes wusste Saxophonist Jan von Klewitz zu nutzen. Sein unverkennbares Gespür für Groove zeigte sich besonders in seinen Soli über Freiers grandios gestaltetem Rhythmus. Von Klewitz stellte seine Individualität unter anderem mit der Eigenkomposition „Capitano Palisano“ (rhythmisch und äußerst kurzweilig!) unter Beweis. Der Berliner Saxophonist, der in vielen Stilen zu Hause ist, zeigte sich ebenso von seiner funkigen, wie romantischen Seite.

Und auch Bergmann will sich auf kein Genre so richtig festlegen. Gewitzt und virtuos war seine Version von „Waltz for Debby“, dessen Taktart er kurzerhand ändert, um es mit seiner charakteristischen Tastenakrobatik noch ein bisschen gewitzter zu gestalten.

Und so gab es nach einem romantischen Jazzklavier auch mal Anklänge an den frühen Swing. In Sonny Rollins’ „Doxy“ unternahm der Tastenzauberer eine Reise zurück zu den Ursprüngen dieses Standards. Dieses geht auf Bob Carleton zurückgeht, und hat noch das typische Call und Response-Schema des Blues. Wie in einer Fuge griffen die Stimmen ineinander, und doch hätte man dazu den Charleston tanzen können!

Und à propos tanzbar: Der Groove von ihrem „Cantaloupe Island“ ist auf die Herrschaften des „Jazzabends“ sichtbar übergesprungen! Ein unglaublicher Abend, präsentiert von Wunderbar Records - besonders, wenn man dabei bedenkt, dass es zu diesem Zeitpunkt nur noch wenige Minuten bis zu dem Deutschlandspiel waren.

Pure Begeisterung!

Nina Schröder

DerWesten

Jazz auf Augenhöhe

Screenshot

Herne. Das Sven Bergmann Quartett stellte am Freitagabend in der Alten Druckerei in Herne-Mitte sein Debüt-Album „Seasons“ vor. Das Live-Konzert wurde aufgezeichnet.

In der Alten Druckerei wurden erst mal die Tische und Stühle zur Seite geräumt. Lediglich vereinzelte Stehtische sind noch im hinteren Bereich aufgestellt. Die Räume an der Bebelstraße sind mit angeregten Gesprächen von rund 150 Konzertbesuchern erfüllt.

Vorne nimmt das Sven Bergmann Quartett letzte Einstellungen an den Instrumenten vor. Sie sind im Begriff, ihr erstes Album „Seasons“ vorzustellen. Von Musik-Kritikern als die beste deutsche Jazz-Platte der letzten zehn Jahre gelobt, sollen die Stücke nun dem Herner Publikum vorgestellt werden.

Trompeter, Kontrabassist, Schlagzeuger und Sven Bergmann an seinem großen Flügel sind auf gleicher Höhe mit den Zuschauern, die sich an diesem Freitagabend – zumindest in den hinteren Reihen – mit Zuhören begnügen müssen. „Normalerweise stünden die Musiker auf einer Bühne, aber es wird ein Live-Mitschnitt aufgenommen“, erklärt der Moderator. Das große Piano hätte zu starke Vibrationen erzeugt und den Klang beeinträchtigt. Aber spätestens nach dem ersten Stück „New Born“ ist klar, das es an diesem Abend vor allen Dingen auf den Klang ankommt.

Das Publikum zeigt sich begeistert. Die abwechslungsreichen Eigenkompositionen ergeben eine gelungene Mischung. Ein Stück, das stark an Krimi-Soundtracks erinnert („Spy Girls“) und das andächtige „Quiet Moon“ etwa kommen bei den Besuchern ebenso gut an wie „Simoom“, frei übersetzt: Wüstenwind.

JazzPages

Sven Bergmann Quartett- Seasons

„Seasons“ von Sven Bergmann ist das Jazz-Debut von Wunderbar-Records in Bochum. Die Musik des Quartetts um den Pianisten Bergmann ebenfalls als wunderbar einzustufen wäre etwas übertrieben. Dennoch ist „Seasons“ ein gefälliges und unterhaltsames sowie hörenswertes Album mit vorzüglichen Musikern. Spielwitz und –lust bestimmen die elf Kompositionen des Pianisten aus dem Ruhrpott.

Die Stücke fließen elegant und swingen im Hauptstrom des Jazz oder lassen wie das rhythmisch groovende“ Simoom“ die Füße unwillkürlich mitwippen. Tom Arthurs pendelt mit Trompete und Flügelhorn zwischen dem coolen Miles Davis wie in „Quiet Moon“ und dem hitzigen Chuck Mangione: Er bläst aber auch expressive Stakkati wie in dem anregendsten, weil sich dem freien Spiel nähernden, „Cro Magnon“. Stefan Werni lässt seinen Bass zumeist flott marschieren, zeigt in seinen Soli zudem kreative Harmonieläufe. Schlagzeuger Bill Elgart glänzt wie üblich mit diffenzierter Dynamik etwa in einem Solo bei „SpyGirls“ und fasziniert bei dem genannten frei pulsierenden „Cro Magnon“ in einem reizvollen Duo mit dem Pianisten. Quartett-Chef Bergmann swingt perlend bis groovend, antwortet sensibel in Duos mit tastenden Single-Notes.

Die „Seasons“ bieten eine abwechslungsreiche und frische sowie vitale Musik, die dramaturgisch geschickt zwischen Balladen und Up-Tempo-Stücken wechselt. „Seasons“ ist ein Album, das auf einem ansprechenden künstlerischen Niveau den modernen Mainstream kurzweilig zum Erklingen bringt. Dem Promotion-Text zufolge soll Jasper van´t Hof beim Anhören „restlos begeistert“ gewesen sein.

Klaus Mümpfer

groschenheft - Veranstaltungsmagazin Schweinfurt

Neues Label für Jazz-Platten

Am 3. Oktober 2011 erschien auf „Wunderbar Jazz“ das Album „Seasons“ vom „Sven Bergmann Quartett“ - das Jazz-Debüt von Wunderbar Records, einem kleinen, aber feinem Label.

Das Album „Seasons“ beeindruckt durch eine enorme und abwechslungsreiche Spielfreude und ein hohes Maß an Virtuosität. Die Frische des Zusammenspiels, wie auch der Soloteile wird dabei entscheidend durch die abwechslungsreichen Kompositionsgrundlagen Bergmanns geprägt.

Und wie es aussieht, wurde alles richtig gemacht, denn das Album wurde bereits von der niederländischen Jazz-Legende Jasper van`t Hof (Pili Pili) gehört und dieser war restlos begeistert. Er bot Sven Bergmann eine sofortige Zusammenarbeit an. Kann es ein schöneres Kompliment geben? An der Trompete ist der Brite Tom Arthurs zu hören, der in seiner Heimat als deutsches Gegenstück zu Till Brönner gefeiert wird und bereits dreimal für den BBC-Jazz-Award nominiert wurde und den begehrten „Peter Whittingham Award” gewann. Hinter dem Schlagzeug sitzt der liebenswerte Bill Elgart, der bereits 1966 sein Plattendebüt „Mr. Joy” an der Seite von Gary Peacock gab. Er nahm u.a. mit Sam Rivers und „German Jazz Trophy”-Preisträger Kenny Wheeler auf.
Das Album erscheint als wunderschönes Digipack und wird durch Bogner Records exklusiv vertrieben.


Quelle: Coolibri 10/2011


Quelle: Ostthüringer Zeitung 15.09.2011

Quelle: Hellweger Anzeiger 21.09.2011

Kir Royal - Genießerjournal

Sven Bergmann Quartett - Seasons

In einer Zeit, in der kaum noch CDs verkauft werden und die Branche über sinkende Verkaufszahlen klagt, haben junge Menschen viel Zeit, Geld und ihre gesammte Kreativität in eines neues Jazz-Label gesteckt. Ausgerechnet dieses wunderschöne "Randgruppengenre" zu bedienen erfordert viel Mut und Liebe. „Wir lieben Jazz, wir lieben die vielen innovativen Musiker und die kreativen Kräfte die es ermöglichen, auch heute noch tolle und hörenswerte Produktionen genießen zu dürfen, die ohne diese Menschen vermutlich nie das Licht der Welt erblicken würden.“ sagen die jungen Produzenten dazu.

"Seasons" vom "Sven Bergmann Quartett" ist das Jazz-Debüt von Wunderbar Records. Und wie es aussieht, haben sie alles richtig gemacht, denn das Album wurde bereits von der niederländischen Jazz-Legende Jasper van`t Hof (Pili Pili) gehört und dieser war restlos begeistert! Kann es ein schöneres Kompliment geben?


Wenn man sich die Liste der beteiligten Musiker genauer ansieht, verwundert das kaum...
Allen voran als Namensgeber des Quartetts Sven Bergmann, Dozent für Jazz, Pop und – Klassisches Klavier an der Städtischen Musikschule Bergkamen, unterrichtet Keyboard und bietet instrumentenübergreifend Unterricht in den Fächern Komposition und Improvisation an. Dazu bietet er Workshops und Privatunterricht für Jazz- und Popklavier, Improvisation, Komposition, Theorie und Bandcoaching an.

An der Trompete ist der in Berlin lebende Brite Tom Arthurs zu hören, der in seiner Heimat als deutsches Gegenstück zu Till Brönner gefeiert wird und bereits dreimal für den BBC-Jazz-Award nominiert wurde und den begehrten "Peter Whittingham Award" gewann.

Hinter dem Schlagzeug sitzt der liebenswerte Bill Elgart, der bereits 1966 sein Plattendebüt "Mr. Joy" an der Seite von Gary Peacock gab. Er nahm u.a. mit Sam Rivers und "German Jazz Trophy"-Preisträger Kenny Wheeler auf.

Den Doble-Bass zupft Stefan Werni, einer der gefragtesten Kontrabassisten Deutschlands. Er spielte u.a. mit Jazz-Größen wie Lee Konitz, Charlie Mariano, Sheila Jordan und Bill Elgart und zog das Publikum in den Jazzclubs Unterfahrt/München, Bimhuis/Amsterdam und Vortex/London in seinen Bann und war auch schon auf den renommierten Jazzfestivals von Leipzig, Viersen und auf dem Festival des WDR in Köln zu hören.

Das Album begeistert mit einem breiten musikalischen Spektrum von melancholischen, an Miles Davis erinnernden Stücken, bis hin zu fetzig-groovenden Stücken. Die Aufnahmequalität begeistert durch Transparenz und sagenhafte Räumlichkeit. Umso bemerkenswerter, dass alle Stücke on Sven Bergmann komponiert wurden.

Ein Album, dass meines Erachtens in keiner Jazzplattensammlung fehlen sollte und gerade für die kommenden langen Kaminabende eine sinnliche Bereicherung ist.

Seasons ist bei Amazon, im klassischen Einzelhandel, über iTunes und weitere, große Download-Portale erhältlich.

Ich wünsche diesem jungen, kleinen, feinen Jazz-Label noch viele große Würfe in der Qualität dieses Albums.

TOSHA

JazzThing

Reviews

Klangsphären von erhabener Weite, bei denen Assoziationen exotischer Landschaften aufkommen mögen. Asiatische Steppen, grüne rollende Präriehügel, das blaue Meer, knorrige Wälder oder majestätische Gebirge: Anton Peisakhov aka Tosha scheint den großen Horizont seiner musikalischen Entwicklung in den Kompositionen seines Solo-Albums zu spiegeln. Die klassische Erfahrung des Cellisten unter anderen bei Zubin Metha oder Justus Frantz ebenso wie die lustvoll Genre-sprengenden Ansätze von Jasper van’t Hofs Crossover-Ensemble Pili Pili, bei dem Tosha seit Jahren ankert, begegnen der weltmusikalischen Erfahrung des Perkussionisten Carsten Langer und dem eigenwilligen Gesang von Sylvia Kirchherr, die sich von den vokalen Stilen indigener Musiker inspirieren lässt. Wie nahe Cello und Kontrabass einander sein können, zeigt der vierte Musiker in diesem Klangkörper auf: der Kölner Jazzer Stefan Werni. Neben der marktüblichen Ausgabe des Albums präsentiert Wunderbar Records eine auf 99 Exemplare limitierte Sonderausgabe in Kooperation mit dem Maler Karl Renz, der ein handsigniertes Poster beiliegt – inspiriert von den filigranen Kompositionen Toshas.
Werner Griff, Jazz thing 95

DIABOLO

Reviews

Anton Peisakhovs Debütalbum „Whatever“ ist die weltenbummlerische Vorliebe zum Experiment mit Leichtigkeit anzuhören.

„Imaginäre Folklore“ nennt der nahe Moskau geborene Cellist mit dem Spitznamen Tosha sein meditatives Klangprojekt; Anspieltipp: „Forest Tale“. Schon in Jazzer Jasper van’t Hofs Pili Pili-Band schwang sich Peisakhow zum ewigen Motivator auf, der den Schwenk weg von den afrikanischen Rhythmen, hin zu europäischer Kammermusiktradition einfädelte. Seine langjährige Erfahrung als Orchestermusiker hilft „dem vielleicht besten in Europa arbeitenden Cellist“, so van’t Hof über Tosha, bei derlei weltmusikalischen Trips. Um sich vorab eine Vorstellung von „Whatever“ machen zu können, lohnt ein Blick auf das Cover. Der deutsche Mystiker und Maler Karl Renz hat es aquarelliert. Im Vorfeld des Veröffentlichungstermins der CD hat der Künstler 99 Poster seines Covermotivs von Hand signiert – die im Großformat der limitierten Edition von „Whatever“ beiliegen.

JazzPages

Reviews

Die CD „Whatever“ von Anton Peisakhovs Gruppe „Tosha“ ist gewiss nur im weitesten Sinn als Jazz einzuordnen. Der 28 Jahre alte Cellist, der seit geraumer Zeit in der Formation Pili Pili des holländischen Tastenzauberers Jasper van´t Hof spielt, vereint in seinem meditativ und beseelt klingenden Spiel Folklore aus zahlreichen, meist fernöstlichen, Ländern. In seinen Kompositionen ist die Melancholie seiner russischen Heimat ebenso herauszuhören wie die Erfahrungen als Cellist in der israelischen Philharmonie und die Erlebnisse eines Aufenthaltes in Indien. Glücklicherweise kann Peisakhov selbst in Naturklang-Interpretationen, Vogelschrei-Assoziationen und gefühlsschwangeren Streich-Passagen das Abgleiten in Kitsch vermeiden.

Der Komponist verwendet in den Liner Notes den Begriff der „Folklore imaginaire“ und versteht darunter die Verschmelzung der Klangsprachen verschiedener Länder, realer Regionen und imaginärer Landschaften. So gesehen, hat er Recht. Auch wenn diese Musik kein Jazz im engeren Sinn ist, so nimmt sie mit dem gestrichenen und gezupften Cello, der filigranen Percussion und den exotischen Gesängen gefangen.

Gestrichene Cello-Passagen scheinen zu schweben und verweben die Stimmungen mit der Klassik, ostinate Rhythmusfiguren, tänzerischer Schwung wie in „ha yo yo way yo“, perlende Marimba-Klänge und erdige Basslinien schlagen dann doch wieder Brücken zum Folk-getränkten Jazz. Zuhörer die sich auf diese Musik einlassen, kann Tosha durchaus zum sich-Hineinversenken zur Trance verführen.

Das Cover von Anton Peisakhovs „Tosha“ wurde von dem bekannten, mittlerweile auf Mallorca lebenden Künstler Karl Renz gemalt. Das Label Wunderbar Records vertreibt in der Edition Kunst und Musik eine auf 99 Exemplare limitierte und von Renz handsignierte Poster-Auflage des Gemäldes vom CD-Cover. (CD und Cover-Poster sind für 35 Euro zuzüglich 4,90 Euro Versandkosten bei Wunderbar-Records in Bochum zu bekommen; www.wunderbar-records.de)
Klaus Mümpfer

Teletunes

allmymusic.de Teletunes - New Countrypop made in Germany

Viersen am Niederrhein ist nicht Nashville, dennoch brodelt auch hier das Countryfieber, ausgelöst von Rüdi, Jost, Ian, Daniel und Haasi, die als Teletunes die Fans des Genres aus Nah und Fern mit eingängigen Melodien in ihren Bann ziehen. Auf ihrem Debütalbum mit dem hintersinnigen Titel 'Long Way Home' platzieren sie sich mit der folkigen Reinheit der akustischen Gitarre, die mit der Verruchtheit der auftrumpfend-schneidenden elektrischen und der gleißenden Pedal-Steel korrespondiert, während Schlagzeug und Bass den Rhythmus vorgeben. Ganz den jungen und traditionellen Americana-Protagonisten wie Ryan Adams, Wilco, Son Volt, Keith Urban, Hank Williams und Johnny Cash verpflichtet, nehmen die fünf munter aufspielenden Tunes ihre Zuhörer mit auf eine harmoniegetränkte Songreise. Einprägsam sind die Melodien in Songs wie dem rockig-flockigen "At Your Side" oder dem balladesken "One More Try", gehaltvoll sind die Geschichten, die Jost Kemmerling mit angerauter Stimme erzählt. Es macht einfach Spaß, den fünf Jungs von Teletunes zuzuhören und festzustellen, dass es in Deutschland eine Countryszene gibt, die jenseits von Trucker-Romantik existiert. "There's a dream that keeps you moving on/you take the long way home", heißt es imTitelsong. Irgendwie hat man den Eindruck, dass die Teletunes längst angekommen sind in ihrer Welt, irgendwo zwischen Folkpop und Countryrock.

countrymusicnews.de Donnerstag, 16. April 2009 - Dorothee Junk

Die Teletunes sind eine fünfköpfige Band vom Niederrhein, die mit "Long Way Home" nun nach ca. zweijährigem Bandbestehens ihr Debüt-Album auf den Markt bringen. Bisher nur regional bekannt, möchten die Musiker aus Leidenschaft ihr New-Alternative-Country-Gemisch nach ganz Deutschland bringen – und vielleicht noch darüber hinaus. Jost Kemmerling ist nicht nur Sänger und Gitarrist der Band, er hat auch alle Songs geschrieben und getextet und ist außerdem Produzent des Albums. Begleitet wird er von Daniel Schippers an der E-Gitarre, Rüdiger Tiedemann am Schlagzeug, Ian Stewart am Bass und Hans-Georg Haas an der Pedal Steel Guitar.
Die Pedal Steel gibt der Musik der Teletunes ihre charakteristische Note. Von der Stilrichtung her ist sie allgemein eine Mischung aus Country, Pop, Rock und Singer-Songwriter. Mal überwiegt das eine Genre im Mix, mal das andere, aber alle Bestandteile werden konsequent beibehalten und weitergeführt – was das Album in sich schlüssig macht. Die meisten Songs sind im flotten Tempo gehalten, ohne zu hetzen oder zu schnell zu sein, aber förderlich für die gute Laune und eindeutig mit Ohrwurm-Potential – ein Charakteristikum, das der Opener, "Who Knows", eindeutig aufweist. Mit poppiger Melodie in klassischer Besetzung beweisen die Teletunes, was man mit scheinbar Listening Party
einfachen Mitteln erreichen kann. Schade ist, dass sie hier gegen Ende den typischen Tonartwechsel um eine Stufe höher zur Steigerung eingebaut haben. Dieses Stilmittel ist zwar einfach, aber auch genauso ausgelutscht. Das haben sie doch eigentlich nicht nötig – bleibt aber Einzelfall auf der CD und kann darum noch mal entschuldigt werden.
Der zweite Song "So It Goes" widmet sich in ähnlicher flott-bewegter Manier, mit anders eindrucksvoller Melodie, dem Thema der zerrissenen Gefühle nach einer verlorenen, aussichtslosen Liebe, die zwar schmerzt, aber im Endeffekt nicht tödlich ist. Textlich widmen sich alle Songs grundlegenden Themen zwischenmenschlicher Beziehungen und Gefühle, wobei es sich meist um allgemeine Fragestellungen handelt, ohne dass eine konkrete Geschichte erzählt wird.
Ein Beispiel für einen Song, der die musikalische Gewichtung etwas mehr auf Country legt – wenn auch nicht übertrieben – ist der dritte Song, "Shades of Grey". Hier hat die Pedal Steel die Chance, noch mehr rauszukommen. Ein anderes Beispiel ist der Titeltrack, der von seiner Strophenmelodie an ein Kinderlied zu erinnern scheint. Vielleicht entsteht dieser Eindruck dadurch, dass die Melodie einen solch eindringlichen Ohrwurm-Charakter hat.
Etwas langsamer geht es lediglich bei folgenden Songs zu, ohne dass aber ein gewisser Grundbeat aufgegeben wird: "Rain" klingt einfach etwas mehr smooth und laid-back, untermalt mit Pedal-Steel-Seufzern. Bei "We Made a Moment" wummert eine Hammond-Orgel zusätzlich zur Grundbesetzung im Hintergrund und gibt dem Song sein Akkord-Gerüst.
Melodie ist den Teletunes sehr wichtig, was in allen Songs deutlich wird. Ganz besonders allerdings in "Come Out Ahead", das nach sprechartigem Gesang in der Strophe im Refrain wieder in ausschweifenden Melodien schwelgt. Eine grundlegende Steigerung vom Refrain gegenüber der Strophe wird auch teilweise dadurch verdeutlicht, das bei einigen Songs der Gesang mehrfach übereinander gelegt wurde, wie z.B. bei "At Your Side". Dass Melodie selbst instrumental elementar wichtig ist für die Band, zeigt das akustische Picking bei "One More Try".
Fazit: Eine Sammlung von flotten, Gute-Laune-Songs, die sich – einmal gehört – fest ins Gehör und Gehirn brennen. Ein poppiger Singer-Songwriter-Country, der aber seine ganz eigene Note hat.

country.de 16. April 2009 | Von Dirk Neuhaus | Kategorie: CD-Besprechungen

Country Music aus deutschen Landen hat immer einen bitteren Nachgeschmack, nicht wahr? Sofort werden Stimmen laut, die meinen: “Das geht nicht, die Deutschen können das nicht”, oder “Klingt doch wie Rock & Pop mit Pedal Steel!” Wir wissen, dass das vollkommener Blödsinn ist. Alle anderen Genre die uns über den großen Teich erreichen, werden ja auch gekonnt umgesetzt. Ob’s nun Jazz, Blues und Rap ist, warum also das Genre Country Music nicht auch.
Da sind wir auch schon beim Thema. Die Teletunes, fünf Musiker vom Niederrhein - vorne weg Jost Kemmerling, der auch sämtliche Songs auf “Long Way Home” geschrieben hat, die richtig gute Laune unter uns Countryfans verbreiten werden. Bin felsenfest davon überzeugt, dass man von den Teletunes in Zukunft mehr hören wird. Zurzeit sind sie jedoch mehr in der Region rund um den Rhein anzutreffen.
Doch zurück zum Album “Long Way Home”. Wie bereits erwähnt stammen sämtliche Titel von Jost Kemmerling. Der Stil geht, meiner Meinung nach, in die Richtung “Alternative Country”. Beispiel gefällig? Wer die Musik eines Ryan Adams liebt und schätzt, ist bei den Teletunes bestens aufgehoben. Sie schaffen es recht ordentlich, Text und Musik in Einklang zu bringen. Ein Album, was sich hauptsächlich über den Text auszeichnet, muss aber nicht gleich langweilig klingen. Im Gegenteil, reichlich Up-Tempo-Nummern, die sogar den letzten Tanzmuffel auf die Tanzfläche treiben sollten.
Fazit: Die Teletunes haben etwas geschafft, was nur wenigen Country-Künstlern aus deutschen Landen gelingt. Sie machen Country Music, die so gar nicht “typisch nach Deutschland” klingt. Tolles Debüt von einer Band, von der wir unter Garantie in nächster Zeit mehr hören werden. Sehen Sie, der Weg vom Niederrhein nach Nashville ist gar nicht so beschwerlich!

Live Song Die Teletunes werden vor Ihrem CD-Release Konzert am Freitag, 17.04.09, 17Uhr bei Saturn in Bochum, exklusive Interviewgäste bei 98.5 Radio Bochum sein.

Sänger und Bandleader Jost Kemmerling wird einen Song des neuen Albums LIVE im Studio zum Besten geben und dann Rede und Antwort stehen. Der Auftritt bei 98.5 Radio Bochum findet am 17.04.09 in der Stunde zwischen 15 und 16 Uhr statt. Also Radio an und reinhören!

Wir bitten um Veröffentlichung in Ihren Medien.

Teletunes live Konzert Am Freitag, den 17.04.2009 ist es soweit. Der deutsche Alternative-Country-Newcomer "Teletunes" stellt sein Debüt-Album LIVE und in Farbe in Deutschlands zweitgrößter Saturn-Filiale in Bochum vor.

Die Band wird am 17.04.2009 um 17 Uhr bei Saturn in Bochum auf einer extra Bühne spielen, für die ein Großteil der Entertainmentabteilung geräumt wird.

Saturn wird das Album und den Promogig in der allseits bekannten Zeitungsbeilage bewerben, die in Bochum der Gesamtauflage der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" und dem "Stadtspiegel" beigelegt wird.

Nach dem Gig wird die Band für Autogramme zur Verfügung stehen.

Weitere Saturn-Filialen sind in Planung.

Wir würden uns freuen, wenn Ihr zahlreich erscheint und danken an dieser Stelle für die Unterstützung. Das Team von Wunderbar Records

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